Das grosse Schweigen

Aktualisiert: 23. Jan.

Nachdem Ende Februar 2020 die «besondere Lage» ausgerufen worden ist, folgt am 16. März 2020 wohl ein grosser Teil der Schweizer Bevölkerung der Pressekonferenz des Bundesrates. Auch ich sitze vor dem Fernseher und höre mir an, was kommuniziert wird. Die Situation wird mit dem 2. Weltkrieg verglichen. Die verkündeten Massnahmen scheinen surreal: Ab Mitternacht sind öffentliche und private Veranstaltungen verboten. Läden, die keine Lebensmittel verkaufen, Restaurants, Bibliotheken, Sportzentren, Schwimmbäder und Coiffeursalons werden geschlossen. Der Schulunterricht wird ausgesetzt. Der Bundesrat ruft die «ausserordentliche Lage» aus, weil SARS-CoV2 ein «gefährliches Killervirus» zu sein scheint, das in Bergamo dafür sorgt, dass «Militärkonvois die vielen Toten zu den Krematorien bringen müssen» und dass «intubierte Patienten reihenweise mit dem Bauch nach unten liegend» die Intensivstationen füllen. Diese weltweit verbreiteten Bilder haben sich tief in unser Unterbewusstsein eingefressen. Das Spiel mit der Urangst, dem Ersticken und dem Tod, hätte von PR-Agenturen nicht eindrücklicher arrangiert werden können.

Wenn ich die Leute in den folgenden Wochen beobachte, huschen viele verängstigt durch die Läden und erinnnern mich dabei an unseren scheuen Goldhamster, den wir zwei Wochen vor dem Lockdown, anstatt WC-Papier und passierte Tomaten, gekauft haben. Ein «Hamsterkauf» der anderen Art. Einige Menschen tragen neuerdings beim Einkaufen und auch auf der Strasse Latexhandschuhe. Andere trauen sich überhaupt nicht mehr einkaufen zu gehen und bestellen ihre Lebensmittel nur noch online. Liefertermine sind oftmals auf Wochen ausgebucht. Die Winterthurer Altstadt ist selbst tagsüber gespenstisch leer. Die Leute scheinen sich konsequent an die Weisung «Bleiben Sie daheim!» der Regierung zu halten. In den Frühlingsferien bleiben auch wir daheim – jedenfalls fast – und unternehmen ausgiebige Velotouren und Wanderungen in der näheren Umgebung. Gott sei Dank ist das Wetter für einen Schweizer Frühling verhältnismässig mild und sonnig. Beim Spazieren im Wald versperrt ein älterer Herr mit seinem Spazierstock den Weg und fordert mich auf, die von der Regierung empfohlenen zwei Meter Abstand einzuhalten. Im türkischen Gemüseladen muss ich an der Kasse nur 1,5 Meter Abstand einhalten, da man sich dort offenbar auf die eigene Regierung beruft. Als ich im Wald joggen gehe, treten zwei Spaziergängerinnen rasch beiseite an den Wegrand und wenden ihre Gesichter in die von mir entgegengesetzte Seite. Sie haben wohl in der Zeitung gelesen, dass Jogger SARS-CoV-2-haltige Aerosole verbreiten können. Arbeit, Homeschooling und Haushalt unter einen Hut zu bringen ist eine Herausforderung. Einmal in der Woche holen meine Kinder und ich uns einen «Hot Dog» am Stand in einem Nachbargarten. Auf dem Trottoir ist mittels Klebestreifen gekennzeichnet, wo jeder im 2-Meter-Abstand warten soll. Ich reihe mich mit meinen beiden Söhnen in die Warteschlange ein. Während wir warten, nähert sich ein Polizeiwagen. Polizisten steigen aus und überprüfen, ob der «Hot-Dog-Verkauf» entsprechend den geltenden «Corona-Richtlinien» erfolgt. Ein Polizist scheint verwirrt und weist mich an, mit meinen zwei Söhnen sechs Meter Abstand zur Person vor mir einzuhalten mit der Begründung, dass die zwei Meter Abstand pro Person gälten und dass drei Personen aus dem gleichen Haushalt infolgedessen sechs Meter Abstand einhalten müssten. Ich versuche ihm freundlich zu erklären, dass er wohl etwas falsch verstanden hat. Seine Kollegin winkt ihn beschwichtigend beiseite und meint, die Regel sei tatsächlich nicht so gedacht und zwei Meter Abstand sei wohl schon in Ordnung. Da die Haare meiner Söhne immer länger werden, bestelle ich einen «Haartrimmer» und schaue mir in Youtube-Tutorials an, wie man Haare schneidet. Auch einem Nachbarn schneide ich die Haare. Er ist mit dem Haarschnitt so zufrieden, dass er mir dafür zwanzig Franken geben möchte. Ich deponiere das Geld im Garderobenkasten, um es meinem eigenen Coiffeur als Trinkgeld weiterzureichen, wenn er in hoffentlich absehbarer Zeit wieder arbeiten darf.

Währenddem ich «anfangs der Pandemie» morgens nach dem Erwachen noch einige Sekunden brauche, um zu realisieren, welche Situation unserer Regierung über uns verhängt hat, realisiere ich nach einigen Wochen erschreckt, dass ich anfange, die Geschehnisse in meine Träume zu integrieren.

Da sich die vermittelte Realität in den Medien nicht mit der persönlichen Wahrnehmung aus dem realen Leben deckt, in Familie und Nachbarschaft wird niemand ernsthaft krank, sondern lediglich positiv getestet in Quarantäne geschickt, wird meine naturwissenschaftliche Neugier so langsam geweckt. Ich fange an zu recherchieren, um den «Grundlagen» der Pandemie auf den Grund zu gehen. Bei meinen Recherchen hilft mir das in meiner Ausbildung an der ETH Gelernte, vor allem aber auch das Wissen, das ich mir während der vielen Jahre bei meiner Tätigkeit in der medizinischen Abteilung einer Pharmafirma angeeignet habe. Ich versuche herauszufinden, welches die Definition für einen «COVID-Fall» ist und stosse darauf, wie basierend auf den Kriterien der WHO offenbar weltweit aggregiert «wahrscheinliche» und «bestätigte» Fälle gemeldet werden. Auch in der Schweiz werden laut BAG-Meldekriterien positive PCR- Testergebnisse ohne passende Symptomatik und klinische Symptome ohne positiven PCR-Test, selbst mit negativem PCR-Test, als «COVID-Fälle» gemeldet. Dies widerspricht allen Regeln einer vernünftigen Medizin. Ich konfrontiere meine wissenschaftlichen Arbeitskollegen mit den Ergebnissen meiner Recherche, aber es antwortet niemand. Das Schweigen zu wissenschaftlichen Widersprüchlichkeiten wird sich fortan als neue «Corona-Verhaltensweise» etablieren. Die John-Hopkins-Universität publiziert in einem Bericht, dass in den USA zwar viele Menschen an «COVID» sterben, dafür aber weniger an anderen Erkrankungen. Der Bericht ist nach wenigen Tagen nicht mehr auffindbar. Als nächstes suche ich im Internet die Studienprotokolle der «COVID-Impfstoffe», die Ende Jahr auf den Markt kommen sollen und lese sie im Detail durch. Der «primäre Wirksamkeitsendpunkt» scheint mir eigenartig: Es soll untersucht werden, ob «leichte COVID-Erkrankungen» durch die Impfstoffe reduziert werden. Per Definition zählt als solches Ereignis das Auftreten von Kopfweh, Halsweh, Gliederschmerzen oder Fieber in Kombination mit einem positiven PCR-Test. «Schwere COVID-Erkrankungen», die unter anderem mit einem Spitalaufenthalt verbunden sind, werden nur in einem «sekundären Endpunkt» untersucht, der für eine Zulassung nicht relevant ist. Ich frage mich, inwiefern ein Impfstoff, der nur Bagatellereignisse verhindert, in einer «Pandemie», wo wir alle Massnahmen doch unter dem Motto «Flatten the Curve» zur Schonung unseres Gesundheitssystems verkauft bekommen, hilfreich sein soll. In meinem privaten und beruflichen Umfeld ernte ich nur Unverständnis für meinen Überlegungen. Ich schreibe dem Infektiologie-Professor eines grossen Ostschweizer Spitals und schildere ihm meine Gedanken. Er antwortet mir: «Sie haben recht. Der primäre Wirksamkeitsendpunkt ist in der Tat fragwürdig.» Im Sommer 2020 fahren wir zum Wandern ins Wallis. Die Stimmung in der Natur ist entspannt, einzig die Masken im Postauto erinnern an die «Pandemie». Wenn ich nach den Ausflügen abends versuche, beim Tagesanzeiger kritisch zu kommentieren, werden meine Kommentare teils abgeändert oder gekürzt, immer öfter gar nicht mehr publiziert. Nach den Sommerferien wird das Panikorchester in den öffentlichen Medien langsam, aber spürbar hochgefahren. Mit meinem Handy beginne ich fast täglich Screenshots von den Bettenbelegungsportalen anzufertigen. Ich bemerke, wie mich mein Mann von der Seite längere Zeit mustert, als wir uns als Familie den Film «A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn» anschauen. Am 2. November 2020 verhängt der Kanton Genf den Ausnahmezustand, weil «das Gesundheitssystem überlastet sei». Die Zahlen belegen, dass von 3000 Betten im Kanton Genf lediglich rund 2000 Betten belegt sind und dass von 73 IPS-Betten noch 29 (40%) frei sind. Mein Umfeld reagiert lediglich mit einem müden Schulterzucken, als ich versuche, auf die Diskrepanzen aufmerksam zu machen. Am 18. Dezember wird die Schweiz in den zweiten «Lockdown» geschickt. Unterstützt wird diese einschneidende Aktion medienwirksam durch klagende Spitalärzte und Spitaldirektoren, die diesen Schritt teilweise weinend vor den Kameras erbitten, da die Spitäler und das Personal wieder «überlastet» seien. Ein Blick auf die Bettenbelegungstools zeigt: lediglich 75.8% der Spitalbetten insgesamt und 75.2% der Intensivbetten sind an diesem Tag ausgelastet. In den Skiferien 2021 fahren wir in die Lenzerheide. Da die Restaurantbetreiber nur Terrassen öffnen dürfen und dort lediglich ein reduziertes Angebot in Kartongeschirr serviert wird, essen wir mittags in der Ferienwohnung und wärmen uns dort auf. In den Osterferien fahren wir nochmals für ein paar Tage zum Skifahren ins Unterengadin. Restaurants sind immer noch geschlossen. Mittlerweile müssen Gäste auf den Terrassen auf dem Boden essen, Tische und Stühle wurden wegen «Corona» entfernt. Gnädigerweise stellen Restaurantbetreiber Decken und Lammfelle zur Verfügung, die man auf den Boden legen darf. Dies ist zwar unbequem, aber wenigstens etwas warm. Langsam wird es auch wettermässig wieder wärmer. In der Nachbarschaft sind mittlerweile die ersten «geimpft». «Werdet Ihr Euch auch impfen lassen?», fragt mich eine Nachbarin auf der Treppe. Als ich entspannt antworte, dass ich das nicht im Sinn habe, möchte sie wissen, wieso. «Weisst Du», antworte ich, «ich analysiere ja seit Jahren beruflich tagtäglich Studien und habe auch die 'Impfstoffstudien' gründlich studiert. Die mRNA-'Impfstoffe' haben meines Erachtes bis heute keine relevante Wirksamkeit belegt.» Die Nachbarin schaut mich etwas konsterniert an und meint: «Jänu, ich hoffe nun mal, dass wir uns damit nicht geschadet haben!» Auch ich hoffe das selbstverständlich für sie. Auch für alle anderen, die sich wohl nur dank einer medialen Angstpropaganda zu dieser «mRNA-Therapie» ohne Langzeitdaten haben hinreissen lassen. Wer hätte sich noch vor zwei Jahren freiwillig für eine Krankheit mit einer Infektionstodesrate, die vergleichbar ist mit derjenigen einer Grippe, mit einer «Gentherapie» behandeln lassen? Alle hätten solch eine Idee wohl einstimmig absurd gefunden. Bis im Frühling 2021 habe ich in meinem privaten und beruflichen Umfeld nur sehr vereinzelt kritische Ärzte und Naturwissenschaftler kennengelernt. Ich bin als «Einzelkämpferin» unterwegs. Auch in der Nachbarschaft weiss ich nur von einigen wenigen, welche die «Corona-Politik» hinterfragen. Ein Austausch findet vorwiegend mit Gleichgesinnten auf Facebook statt. Auf der Facebookseite der Neuen Zürcher Zeitung werden erstaunlich kritische Kommentare zugelassen. Dank Facebook lerne ich dann auch denjenigen Kardiologen persönlich kennen, der wohl als einer der Ersten in der Schweiz auf die Unwissenschaftlichkeit beim Thema Corona hingewiesen hat und der bereits ein Jahr zuvor in eine psychiatrische Anstalt zwangseingewiesen wurde, weil er als «wahnsinnig» eingestuft worden war. «Wahnsinnig» scheinen im Nachhinein einzig diejenigen Personen und Institutionen, die so etwas ermöglicht und Medien, welche die Hetzkampagne dazu unterstützt haben. Im Frühsommer beschliesse ich, mit meinem Namen an die Öffentlichkeit zu treten und beginne, kritische, wissenschaftlich fundierte Artikel zu publizieren. Es ist ein bewusster Schritt. Auch auf Linkedin beginne ich (fast) täglich kritische, wissenschaftlich fundierte Mitteilungen zu «Corona» zu veröffentlichen. Die Reichweite ist rasch immens. Auch Arbeitskollegen scheinen meine Posts zu lesen. Über mögliche Konsequenzen bin ich mir bewusst. Da ich in meinen Linkedin-Mitteilungen und publizierten Artikeln unter anderem auch die Arbeit der Gesundheitsbehörden hinterfrage, wird dies immer schwieriger zu vereinbaren mit meiner Position bei einer globalen Pharmafirma. Im September kündige ich. Mein Linkedin-Konto ist inzwischen vom Betreiber selbst gelöscht worden. «Corona» ist zweifelsohne für uns alle eine grosse Belastungsprobe, insbesondere wenn die durch sie herbeigeführte Spaltung mitten durch unsere eigene Familie geht. Wann werden wir in unsere «alte Normalität» zurück entlassen? Ich möchte keine «neue Normalität», da mir vieles, was uns darin als «attraktiv» verkauft wird, unsympathisch ist und unmenschlich erscheint. Als Naturwissenschaftlerin kann nicht verstehen, weshalb Ärzte und Wissenschaftler aufgehört haben, selbst zu recherchieren und stattdessen blindlings Behörden, Pharmafirmen, Fachgesellschaften und Kollegen vertrauen. Sich zu informieren ist eine Holschuld. Patienten können nur in eine Therapie einwilligen, wenn sie durch den behandelnden Arzt ausführlich über Nutzen und Risiken informiert worden sind. Wie möchte ein Arzt dies seriös tun, wenn er die Datenlage selbst gar nicht richtig kennt? Als Mutter kann ich nicht verstehen, wie Eltern ihre Kinder mit einem mRNA-«Impfstoff» therapieren lassen, der basierend auf Zweimonatsdaten zugelassen wurde und für den keine Daten zur Langzeitsicherheit vorliegen. Dass «Geimpfte» nicht weniger infektiös sind als «Ungeimpfte», wurde in Studien belegt. Die weltweit gemeldeten Nebenwirkungen sind absolut besorgniserregend und bilden bekannterweise nur einen Bruchteil der Realität ab. Da unsere Kinder noch ihr ganzes Leben vor sich haben, haben sie viel mehr zu verlieren als wir. Als einfacher Mensch kann ich nicht verstehen, wie eine grosse Mehrheit der Menschen aufgehört hat, kritisch zu hinterfragen, auf ihren «Bauch» zu hören, stattdessen profitorientierten Institutionen Vertrauen und ihre eigene Gesundheit schenkt und mit einer grossen Gleichgültigkeit und Ignoranz durchs Leben geht. Wir alle sollten aufhören zu ignorieren, dass aktuelle politische Entwicklungen brandgefährlich sind, wenn wir ihnen keinen Einhalt gebieten und nicht endlich alle zusammen, egal ob «geimpft» oder «ungeimpft» einen konstruktiven Dialog zur Sicherung einer gemeinsamen lebenswerten Zukunft starten. Der Weg in den letzten Monaten war oftmals nicht leicht. Jeder von uns erlebt Tage, an denen wir positiv gestimmt sind, aber auch Tage, an denen uns dies weniger gut gelingt. Das Schreiben von Artikeln hilft mir persönlich beim Verarbeiten der Geschehnisse. Bedanken möchte ich mich ganz herzlich bei denjenigen Personen, die mich dabei unterstützen, den eingeschlagenen Weg leichter zu gehen. «Corona» hat vieles zerstört, aber auch Seelenverwandte zusammengeführt, die sich bis vor kurzem fremd waren. Halten wir alle zusammen, unterstützen uns gegenseitig und lassen uns nicht unterkriegen.